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Ebinger Albverein – Ortsgruppe Ebingen des Schwäbischen Albvereins

Wo liegt eigentlich Ebingen? Auf vielen heutigen Straßenkarten ist der Ort nicht mehr zu finden. Der Grund: Im Jahr 1975 entstand die neue Stadt Albstadt, und Ebingen wurde einer von neun Stadtteilen dieser Stadt mit rund 45.000 Einwohnern. In sieben Stadtteilen bestehen bis heute eigenständige Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins – historisch gewachsen aus den ehemals selbständigen Gemeinden. Die Zusammenarbeit zwischen den Gruppen wird zunehmend ausgebaut, beispielsweise um gemeinsame Busausfahrten wirtschaftlicher zu organisieren.

Albstadt liegt auf der südlichen Schwäbischen Alb in beeindruckender Höhenlage. Der Bahnhof Ebingen befindet sich auf etwa 730 Metern Höhe, viele Wohngebiete reichen jedoch deutlich über 800 Meter hinaus.

Durch Albstadt verläuft außerdem die europäische Wasserscheide zwischen Atlantik und Schwarzem Meer: Die Eyach entspringt im Stadtteil Pfeffingen und führt ihr Wasser über Neckar und Rhein in die Nordsee. Die Schmiecha entspringt im Stadtteil Onstmettingen und fließt über die Donau ins Schwarze Meer.

Entlang dieser Täler befinden sich zahlreiche Felsen mit eindrucksvollen Aussichtspunkten, die Wanderfreunde aus nah und fern anziehen. Deshalb entstand rund um Albstadt ein dichtes Netz an Wanderwegen. In den vergangenen Jahren wurden zusätzlich sieben Premiumwanderwege – die sogenannten Traufgänge – sowie zwei Winterwanderwege eingerichtet, unterstützt durch das Deutsche Wanderinstitut. Diese Wege erreichen bei Bewertungen regelmäßig hohe Punktzahlen. Die Ortsgruppe Ebingen betreut davon zwei Wege: die Ochsenbergtour und den Schloßfelsenpfad.

Die Ortsgruppe Ebingen des Schwäbischen Albvereins wurde im Jahr 1890 gegründet. Ausgangspunkt war der bereits seit etwa 1870 bestehende Verschönerungsverein, der geschlossen dem 1888 in Plochingen gegründeten Schwäbischen Albverein beitrat.

Die Entwicklung der Ortsgruppe verlief zunächst sehr erfolgreich. Bereits in den Anfangsjahren engagierten sich zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens – darunter Ärzte, Geschäftsleute und Lehrer. Die beiden Weltkriege bremsten die Vereinsentwicklung, doch nach dem Zweiten Weltkrieg stiegen die Mitgliederzahlen ab etwa 1955 wieder deutlich an. Im Jahr 1980 wurde mit 851 Mitgliedern ein vorläufiger Höchststand erreicht.

Heute zählt die Ortsgruppe rund 225 Mitglieder. Dank einer starken aktiven Gemeinschaft kann ein vielfältiges Programm für Mitglieder und interessierte Bürger angeboten werden.

Dazu gehören Wanderungen im Sommer und Winter in die nähere und weitere Umgebung. Meist werden zusätzlich Kurzwanderungen mit einer Dauer von etwa zwei Stunden angeboten. Im Sommer stehen kleinere Radtouren, Paddelausflüge und Naturschutzaktionen auf dem Programm – etwa das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern oder Waldbegehungen mit Förster und Jäger. Im Winter finden – abhängig von der Schneelage – auch Skiwanderungen statt. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen.

Besonders hervorzuheben sind die Heimabende. Neben Geselligkeit stehen dort Themen im Mittelpunkt, die Wanderfreunde besonders interessieren: Bildvorträge über Wanderungen, reizvolle Wanderziele, Landschaften, Pflanzen bestimmter Lebensräume sowie Fragen des Natur- und Umweltschutzes.

Einmal im Jahr veranstaltet die Ortsgruppe außerdem einen Familienabend mit Unterhaltungsprogramm sowie ein Fest im Vereinsheim Spitalhof.

Auch Wanderreisen in Deutschland und ins Ausland gehören seit vielen Jahren zum Vereinsleben. Frühere Ziele waren unter anderem Südfrankreich, Südengland, Kroatien, Griechenland, die Bretagne, Kampanien und der Lago Maggiore. Innerhalb Deutschlands führten Reisen beispielsweise ins Berchtesgadener Land, ins Ammerland, an Rhein und Nahe, in die Pfalz oder ins Fichtelgebirge.

Die Ortsgruppe Ebingen des Schwäbischen Albvereins wünscht allen Mitgliedern, Gästen und Wanderfreunden weiterhin viel Freude an Bewegung, Natur und Gemeinschaft.

Jens Körner
Stellvertretender Vorsitzender